Die romanische Dorfkirche



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Dorfkirche Redekin, ein vollständig erhaltener romanischer Backsteinbau aus dem 12.Jh.

Die Kirche von Redekin (etwa 1170) ist eine viergliedrige Backsteinkirche, so wie es im Jerichower Land üblich ist. Sie gehört zu der romanischen, von den Prämonstratensern geprägten, Backsteinkultur um das Kloster von Jerichow. Das Bauwerk besteht aus einem flachgedeckten Schiff, einem eingezogenen kreuzgewölbten rechteckigen Chor, einer hohen Apsis und einem breiten dreigeschossigen Westquerturm. Mit den charakteristischen romanischen Friesverzierungen am Schiff und an der Apsis gehört die Kirche in Redekin mit zu den bedeutendsten Bauten im Umkreis des Klosters in Jerichow. Der Turm ist in wenigstens vier Etappen gebaut worden, mittelalterliche Rüstlöcher sind überall zu sehen. Die an der Südwand des Chores eingeritzten Sonnenuhren und eingearbeiteten Näpfenmarkierungen besitzen eine besondere historische Bedeutung.

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An der Straße der Romanik gelegen ist die Dorfkirche Redekin ein eindrucksvolles und viel besuchtes Denkmal romanischer Baukunst.

Mit dem Erwerb des Gutes Redekin 1780 kam auch das Kirchenpatronat an die Alvensleben, die es bis 1945 innehatten. Daran erinnern einige Gedenktafeln in der Kirche sowie eines von drei Rundbogen-Fenstern mit ornamentaler Farbverglasung in der Apsis, das 1897 der damalige Patron Anton v. Alvensleben (1837-1902) gestiftet haben dürfte.

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Das Fenster enthält im oberen Bogenabschluss ein Bildmedaillon mit dem Brustbild des segnenden Christus. Die darunter liegende Teppichverglasung zeigt zwei stehende Vierpässe mit Kreuzblattrosetten. In den unteren Ecken lehnen Wappenschilde mit der Inschrift AD 1897 und dem Alvensleben-Wappen.

Die Fenster stammen aus der Werkstatt der Glasmalerei Ferdinand Müller, Quedlinburg.